Eigentlich wollte Hauke Deutschmann (M30)
von den Lauffreunden Bönen am ersten Oktobersonntag zusammen mit Ehefrau
Jana beim Köln-Marathon an den Start gehen. Eine heftige Erkältung
machte den Start jedoch zunichte. Hauke Deutschmann: „Mit dem Marathon
in Frankfurt gab es noch eine vernünftige Alternative.“ In Frankfurt
angereist war Deutschmann mit einer zwei Jahre alten Bestzeit von
3:24:45 Std. und dem ehrgeizigen Ziel, unter 3 Stunden zu bleiben. Dazu
Jürgen Korvin, Laufwart der Lauffreunde: „Das war nach Haukes vorherigen
Ergebnissen auf den Unterdistanzen durchaus realistisch.“ Und nach
2:59:15 Std. erreichte er tatsächlich planmäßig das Ziel in der
Festhalle auf dem Frankfurter Messegelände und pulverisiere seine
bisherige Bestleistung.
Deutschmann berichtet über das Rennen:
„Ich habe mich sehr gut gefühlt und bin gut in das Rennen
hineingekommen. Es lief eine lange Zeit rund, einige Kilometer waren
sogar fast zu schnell. Ab km 35 wurde es dann aber ernst, zwischen km 37
und 40 musste ich richtig kämpfen. Dann konnte ich wieder zulegen. Alles
in Allem war es ein super Marathon-Wochenende, mit einer super Strecke,
einer guten Organisation und einem tollen Ergebnis.“
Dirk Pfeffer, der Hauke Deutschmann in der
Vorbereitung auf den Marathon begleitet hat, erläutert: „Ein solcher
Verlauf ist nicht untypisch für einen schnellen Marathon. Viele
berichten von diesem Phänomen. Irgendwann sind die Kohlehydratspeicher
leer und der Körper stellt auf Fettverbrennung um. Man meint
einzuknicken, und dann geht es plötzlich doch flott weiter.“
Deutschmann lag im Gesamteinlauf der 8888
Männer und 2270 Frauen auf Platz 968. Das der Stuttgarter Arne Gabius im
gleichen Rennen den deutschen Rekord gebrochen hat, bekam er erst nach
dem Zieleinlauf mit. Der 34-jährige Gabius lief nach einem starken
Rennen eine Zeit von 2:08:33 Std. heraus. Damit unterbot der für LTH
Hamburg Marathon startende Läufer die 27 Jahre alte Bestmarke um 14
Sekunden. 1988 war Jörg Peter (Dresden) in Tokio 2:08:47 gelaufen.
Gabius wurde in dem hochklassig besetzten Rennen Vierter. Seine
persönliche Bestzeit, die er vor einem Jahr in Frankfurt aufgestellt
hatte, unterbot er um 59 Sekunden.
Jürgen Korvin: „Hauke Deutschmann ist nach
Sven Serke (M35) mit 2:32:11Std. und Marcus Voß (M45) mit 2:52:08 Std.
der drittschnellste Marathonläufer unseres Vereins in diesem Jahr.“
Korvin weiter. „Ich habe mal meine Statistik auf Vordermann gebracht und
festgestellt, dass Jana Deutschmann mit ihrer Kölner Marathonzeit von
3:23:43 Std. die drittschnellste Marathonfrau der Lauffreunde in der
jetzt 30-jährigen Vereinsgeschichte ist. Vor ihr liegen nur Katrin
Walter mit 3:13:53 Std. und Bettina Reisige-Muhr mit 3:17:05 Std. Und in
der ewigen TOP-TEN-Wertung liegt Jana bereits auf Platz 8.“
Katrin Walter (W30) war auch an diesem
Wochenende am Start. Sie brachte wieder eine gute Platzierung mit nach
Hause. Beim 3. Gütersloher Halbmarathon war sie dritte Frau im
Gesamteinlauf. Mit einer Zeit von 1:32:13 Std. zeige sie sich jedoch
nicht ganz zufrieden. Walter: „Die letzten drei Kilometer habe ich
leider etwas abgebaut, sonst wäre eine Zeit von 1:30 Std. drin gewesen.“
Beim 3. Hammer Stadioncrosslauf waren zwei
Lauffreunde dabei. Todt G. Willingmann und Christian Zicholl hatten für
den Hauptlauf über 6.250 m gemeldet. Der 5-mal zu durchlaufende Rundkurs
durch das Hammer Jahnstadtion und über einen Nebenplatz führte zum
größten Teil über Wiesen und bot darüber hinaus einige natürliche
Hindernisse. Zicholl überlief nach 26:25 Min. als Zweiter der M40 und
Willingmann nach 27:54 Min. die Ziellinie.
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